Papeete 2
Zwischen Selbstbehauptung, Identitätssicherung und Polynesischer Lebensart pendeln die Einwohner hin und her. Sie sind hier Franzosen, aber keine Europäer. Es gibt einen polynesischen Bürgermeister und einen französischen Maire. Alle Positionen sind doppelt besetzt, nur Richter sind immer Franzosen, Anwälte hingegen Polynesier. Um in Frankreich zu arbeiten benötigen Polynesier eine Arbeitserlaubnis. Da ist schon ein wenig Konfliktpotential unter der fröhlichen Decke der leichten Lebensart.
Wir genießen das wunderschöne Hotel Le Meridien. Ein idealer Platz zum Entschleunigen. Höhepunkt des gestrigen Tages war eine Hochzeitszeremonie hier am Strand. Wir hatten ja schon am Flughafen den Eindruck, dass der Gesang nicht nur touristisch ist. Das bestätigte sich auch rund um die Hochzeit. Die Tänzerinnen und Tänzer waren sehr schön anzusehen und es war echt, keine Show für Touristen. So etwas ist natürlich ein Glücksfall zu erleben.
Die Muster der Tätowierungen befinden sich auch an Häuserwänden. Im Radio wird auch etwa zu 50 % Tahitisch gesungen, wobei auf jeder Insel ein anderer Dialekt gesprochen wird. Diese sind teilweise so verschieden, dass man miteinander französisch sprechen muss. Man ist hier also mindestens zweisprachig. Wir sind ganz froh französisch zu sprechen, weil man so leichter in Gespräche hineinfindet und mehr erfährt.
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