Die ersten 24 Stunden auf Tahiti
Papeete
von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
In Europa war gerade Nacht geworden als über Tahiti die Sonne aufging und unser Flugzeug zur Landung in Papeete Faa ansetzte, 6:30 Uhr Ortszeit. Einen Schritt in das tropische Klima und alle steifen Knochen sind wieder beweglich, das Pfeifen fremder Vögel ist das erste Wahrnehmen einer anderen Welt. Hinter uns die Technik aller Flughäfen vor uns tropische Architektur, ähnlich der Häuser auf Bali, Gelassenheit aus- strahlend, wunderschöne junge Frauen begrüßen die Ankommenden mit duftenden Blü- ten, 2 tätowierte Männer spielen Gitarre und singen in der Sprache der Polynesier. Sie wissen ihre Kultur zu schützen und welche Vorstellungen und Klischees die Gäste mit sich herumtragen, es ist dennoch eine gute Einstimmung mit der man sich als Gast wohl fühlt.
Familienangehörige helfen den Taxifahrern unaufdringlich ihre Kunden zu finden. Wir gelangen in ein Bustaxi und ernten hoch erstaunte Blicke, ob unseres nicht vorhandenen Gepäcks. Es scheint größere Besucherströme gegeben zu haben.
Es ist Rushhour, Mengen von Autos auf der Gegenfahrbahn stadteinwärts. Nach den Autos zu urteilen geht es den Einwohnern gut. Die Straße ist entlang der schon lange vorhandenen Küstenstrasse ausgebaut. Keine Hochhäuser, Riesenhotels oder Resorts dicht an dicht am Küstenstreifen, keine Slums stadtauswärts. Papeete ist eine richtige Stadt, die einzige in französisch Polynesien, kein Raum für Südseeträume á la Gauguin.
Das Hotel am westlichen Stadrand entspricht dem schon eher. Ein wunderschöner Park, kristallklares Wasser, eine wunderschöne Lagune davor. Das Meeresrauschen kommt aus der Ferne, wo das Wasser sich am Korallenriff bricht. Wieder tropische Architektur und Häuschen in der Lagune. Aufmerksam haben wir Norberts Brief gelesen. Tourismus muss nicht zerstörerisch sein, hier ist er es nicht. Das ist in der Vergangenheit offensichtlich gut gelaufen und gibt den Bewohnern eine Lebensgrundlage. Grüne Bedachung in einer neuen Lösung, Wasser mit Seerosen, Goldfischen und Kois halten die Frühstücksterrasse darunter kühl ohne Ventilatoren und anderen stromfressenden Einrichtungen. Außerdem ist es schön anzuschauen von den darüber liegenden Zimmerbalkonen.
Wir fahren am Nachmittag in die Stadt. Nur für die Markthalle ist das zu spät. Wir sahen das Treiben dort nur in der Schlussphase. Ansonsten ist die Stadt schon so klein, dass eine Besichtigung in 3 Stunden möglich ist. Das imposanteste Gebäude ist die Mairie, das Rathaus. Als Stadtplaner habe ich gelernt, dass Parks die grünen Lungen der Städte sind, wie sich das anfühlt habe ich hier zum ersten mal im Park Bougainville erlebt. Eines der Haupthandelsgüter sind die schwarzen Perlen Tahitis. Das Treiben der Menschen ist munter bis heiter gelassen, viele junge Menschen. Die oft beschriebenen schönen Frauen gibt es immer noch, sie haben eine wunderschöne goldbronzene Haut und ovale Gesichter und tragen oft eine Blüte im Haar oder auch Kopfhörer.
Leider sieht ein großer Teil der Bevölkerung aus wie dieser flott schreitende Polizist. Im Gespräch mit dem Hotelchauffeur erfuhren wir von den großen Veränderungen im Essverhalten der Polynesier in den letzeten 20 Jahren mit den Folgen, dass Diabetis 2 mit extremen Übergewicht und Hypertonie die häufigste Krankheit auf der Insel ist. Er zitierte Fastfoodketten und Colagetränke.
Hier kam der französische Einfluss hinsichtlich guter Ernährung nicht zum Zuge. Wir hingegen profitieren von dem französischen Einfluss, es gibt sehr gute Restaurants und gute Brauereien.
Hauptwirtschaftsfaktor der Stadt ist wohl der Hafen. Hier lagen riesige Kreuzfahrtschiffe. Kreuzfahrten scheinen offenbar eine ideale Reiseform betagter Menschen zu sein. Uns wurde berichtet von der Fitness der Starflyerpassagiere, die sich von den Kreuzfahrtschiffen stark unterscheiden.
In Verbeugung und Hochtung vor den Polynesiern beschlossen wir den Abend mit einem Seefoodmahl heimischer Fische, roter Thunfisch, Mahi Mahi etc. in einem Restaurant direkt an der Lagune.
Das Hochladen der weiteren Fotos geht nicht, weil die Übertragungstrate so gering ist, dass wir ddie Bilder nicht hochladen können. Soll geschehen, wenn wir bessere technische Bedingungen haben. Schade, weil es so schöne Fotos sind.
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